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Saftige Rechnung vom Schlüsselnotdienst: Was man dagegen tun kann

© Wolfgang Claussen/Pixabay.com
Viele kennen die Situation: Morgens verlässt man in aller Eile die eigene Wohnung oder das Haus. Gedanklich schon beim anstehenden Meeting oder dem drängenden Abgabetermin wird der Schlüssel vergessen. Die Tür fällt ins Schloss, schon ist man ausgesperrt. Ein Schlüsselnotdienst ist dann oft die einzige Möglichkeit, wieder in die eigenen vier Wände zu kommen. Doch das kann teuer werden. Wie man sich gegen überteuerte Rechnungen von Schlüsselnotdiensten wappnen kann, erklärt die Tiroler Rechtsanwaltskammer.

Kommt man nicht mehr in die eigene Wohnung oder ins eigene Haus hinein und ist auch kein Zweitschlüssel deponiert, führt kein Weg an einem Schlüsselnotdienst vorbei.Doch Vorsicht: es gibt nicht nur seriöse Schlüsselnotdienste. Dubiose Firmen nutzen hier die Notlage von Ausgesperrten oft eiskalt aus. Rechnungen von mehreren Hundert Euro können die Folge sein. Dann ist guter Rat teuer. Ob eine zu hohe Rechnung überhaupt bezahlt werden muss und wie es am besten gar nicht dazu kommt lesen Sie hier.

Der Klassiker: Zugefallene Tür

Ist man einmal ausgesperrt, liefert die Suche nach einem Schlüsselnotdienst über das Handy im Internet schnell ein Ergebnis. Doch Achtung: Rufen Sie nur einen Schlüsselnotdienst in der Nähe an. Damit vermeiden Sie lange Anfahrtswege und dadurch anfallende Kosten.

Was am Telefon vereinbaren?

Ist ein Schlüsselnotdienst gefunden, sollte telefonisch abgeklärt werden, wer die Öffnung der Tür vornehmen wird – die angerufene Firma oder ein Subunternehmer. Lassen Sie sich auch den Namen des Handwerkers geben und die genaue Uhrzeit, wann dieser eintreffen wird. Fragen Sie auch nach, ob die Türöffnung ohne Beschädigung vorgenommen werden kann – mit moderner technischer Ausstattung oft kein Problem mehr. Ganz wichtig: Vereinbaren Sie einen Pauschal- oder Fixpreis. Lassen sie sich diesen vom Schlüsseldienst bestätigen – am besten per SMS, WhatsApp oder E-Mail.

Nicht gleich mit dem Kopf durch die Wand

Ist der Handwerker vor Ort, sollte das zuvor Vereinbarte noch einmal in Ruhe besprochen werden. Erst wenn alle Punkte geklärt sind, sollte mit der Öffnung der Tür begonnen werden. Achten Sie darauf: unseriöse Schlüsselfirmen verlangen noch vor Beginn ihrer Arbeit eine Unterschrift. Unser Tipp: Unterschreiben Sie nichts, bevor die Tür nicht schadlos geöffnet und eine Rechnung in vereinbarter Höhe ausgestellt wurde.

Wieviel darf ein Schlüsselnotdienst kosten?

Die Kosten richten sich grundsätzlich nach der Leistung sowie nach Datum und Uhrzeit. Ein Beispiel: ist die Tür nur zugefallen, kostet das Öffnen während der Betriebszeit in der Regel ab 50 Euro aufwärts. Ist die Tür hingegen versperrt, werden Kosten ab 80 Euro verrechnet. Wird ein Schlüsseldienst zudem außerhalb der Öffnungszeiten gerufen, kommen noch Aufschläge dazu. Die Öffnung einer versperrten Tür nach Mitternacht oder am Sonntag kostet dann etwa zwischen 100 und 200 Euro.

Was tun bei überhöhter Rechnung?

Wird mehr als der vereinbarte Pauschal- oder Fixpreis verlangt, sollte nur der vereinbarte Anteil bezahlt werden. Denn: ein Pauschal- oder Fixpreis ist für beide Seiten rechtlich bindend. Ist der Schlüsselnotdienst mit der gewählten Vorgehensweise dennoch nicht einverstanden, reicht oft schon der Hinweis einen Rechtsanwalt beizuziehen, um die Situation zu entschärfen. Zur eigenen Sicherheit sollte die Angelegenheit zeitnah mit dem eigenen Rechtsanwalt noch besprochen werden.

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